Krankenhaus Daun

Wichtiger Meilenstein für Herzpatienten im Krankenhaus Daun

Anfang Februar wurde das Herzkatheterlabor im Krankenhaus Maria Hilf in Betrieb genommen. Es ermöglicht der Bevölkerung in der Umgebung eine schnellstmögliche, wohnortnahe Diagnostik und Versorgung bei Herzerkrankungen.

von Dr. med. Hanno Verheggen, Chefarzt Innere Medizin - Kardiologie

Seit Anfang Februar werden Herzkatheteruntersuchungen im Krankenhaus Maria Hilf durchgeführt.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Herzkatheterlabors wurde das Diagnose- und Behandlungsspektrum im Krankenhaus Daun wesentlich erweitert. Die künftige wohnortnahe Versorgung erspart den Patienten zum einen lange Anfahrtswege oder Verlegungsfahrten, was durchaus weniger Stress bedeutet, und ermöglicht zum anderen eine schnellstmögliche Diagnostik und Therapie in Notfallsituationen. Dies kann lebensrettend sein.

Chefarzt Dr. med. Verheggen erläutert die Bedeutung des neuen Herzkatheterlabors: „Im Eifelkreis liegt die Herzinfarktsterblichkeit über dem Bundesdurchschnitt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Weg bis zum nächsten Herzkatheterlabor meist zu weit ist. Mit dem neuen Linksherzkathetermessplatz in unserer Klinik schließen wir eine große Versorgungslücke in der regionalen und schnellen Behandlung des akuten Herzinfarktes“.

Die frühzeitige Diagnostik und Behandlung von Engstellen in den feinen Herzkranzgefäßen führt dazu, dem plötzlichen Herztod effektiv entgegenzuwirken. Die moderne Untersuchungstechnik, bei dem das Herz und die versorgenden Blutgefäße detailliert über feine Katheter mit Kontrastmittel dargestellt werden können, hilft, gefährliche Verengungen in den Herzkranzgefäßen gezielt zu erkennen und diese optimal zu behandeln. Durch Gefäßstützen, sogenannte Stents, werden diese aufgedehnt und stabilisiert, so dass der Blutfluss wieder ungehindert möglich ist.

Dr. med. Hanno Verheggen, Chefarzt Innere Medizin/Kardiologie (hinten Mitte) mit seinem kardiologischen Team
v.l.n.r.: Carmen Simon, Dr. med. Kristina Kaiser, Andrea Pauly, Sarah Diewald und Jessica Elsen

Die Geräte und Raumplanungen fanden in Absprache mit dem Chefarzt der Inneren Medizin - Kardiologie, Dr. med. Verheggen, den weiteren Chefärzten des Hauses, der technischen Leitung und der Geschäftsführung statt. Ein optimaler Raum für die Unterbringung des Herzkatheterlabors wurde in der Nähe der Intensivabteilung gefunden. Somit ist, sowohl die Untersuchungsvorbereitung, wie auch – durch die räumliche Nähe zur Intensivstation – eine optimale medizinische Nachversorgung der Patienten sichergestellt.

Nachdem die baulichen Voraussetzungen erfüllt waren, wurden die medizinischen Geräte Mitte Januar geliefert und durch Fachpersonal installiert. Die ersten Untersuchungen konnten bereits im Februar durchgeführt werden. Ende März fand die offizielle Einweihungsfeier des Herzkatheterlabors statt, zu der viele geladene Gäste erschienen sind. Ein besonderer Dank ging an die anwesenden Vertreter der LEPPER Stiftung, mit deren großzügiger Spende im vergangenen Jahr, konnten die hohen Anschaffungskosten für die medizinischen Geräte gedeckt werden.


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