Krankenhaus Daun

Gesundheit fördern in der Pflege

Das am 1. Juni 2015 im Krankenhaus Maria Hilf eingeführte Projekt, das sich präventiv mit Gesundheit am Arbeitsplatz beschäftigt, geht weiter.
Eine weitere Maßnahme dieses Projektes ist das Angebot für alle Pflegenden, an einem Grundkurs oder einem Vertiefungstag mit dem Thema Kinaesthetics in der Pflege teilzunehmen.

Gesundheit fördern in der Pflege
Die Teilnehmer Grundkurs Kinaesthetics März 2017.

Mit Kinaesthetics lernen Pflegende, die Aufmerksamkeit auf die eigene Bewegung und das eigene Verhalten zu lenken.
Kinaesthetics bewirkt eine Reduzierung von arbeitsbedingten körperlichen Beschwerden und Überlastungsschäden durch eine bewusstere Wahrnehmung der eigenen Bewegung.

Gesundheit fördern in der Pflege
Lagerung einer Patientin in rückenschonender Haltung.

Eine Kernaufgabe von Pflegenden besteht darin, Patienten in alltäglichen Aktivitäten zu unterstützen, und zwar so zu unterstützen, dass sie ihre eigenen Fähigkeiten in einer gemeinsamen Interaktion integrieren können, um sich als wirksam zu erfahren. Dadurch entfalten Patienten mehr Eigenaktivität und werden in ihrem Gesundheitsprozess besser unterstützt.

Gesundheitlichen Risiken vorbeugen

In Kinaestheticskursen beschäftigen sich die Teilnehmer damit, wie man Menschen gesundheitsfördernd unterstützen kann, ohne sie wie einen Gegenstand zu manipulieren oder zu transportieren.

Gesundheit fördern in der Pflege
Jutta Schlautmann, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Kinaestheticstrainerin

Gleichzeitig lernen die Teilnehmer, ihre eigenen arbeitsbedingten, gesundheitlichen Risiken zu verringern. Dabei spielt auch die Integration von Pflegehilfsmitteln wie Gleittüchern, Antirutschmatten, Aufstehhilfen sowie Haltegürteln in diesem Projekt eine wichtige Rolle, sie erleichtern die Arbeit der Pflegenden und erhalten den Rücken gesund.

Gesundheit fördern in der Pflege
Susanne Würtz, Fachkraft für Intensiv/Anaesthesie, Kinaestheticstrainerin in Ausbildung

Bei Kinaesthetics geht es nicht um starre Regeln, die einzuhalten sind, sondern darum, dass man bei der Arbeit selber spürt, wie man seine eigene Spannung und Anstrengung gut regulieren kann, wie man sein Gewicht in verschiedenen Positionen gut organisieren kann, damit keine hohen Anspannungen und Rückenschmerzen entstehen.

Im Jahr 2017 wurden bereits drei Grundkurse mit insgesamt 24 Teilnehmern und zwei Vertiefungstage mit insgesamt 14 Teilnehmern durchgeführt.
Alle Teilnehmer waren motiviert, an diesen Kursen teilzunehmen und das Erfahrene in ihr tägliches Tun zu integrieren.
In der Praxis werden die Teilnehmer bei der Integration von einer Kinaestheticstrainerin und einer Peer Tutorin in Ausbildung unterstützt.

Auch im Jahr 2018 werden wieder drei Grundkurse und drei Vertiefungstage mit anschließender Praxisbegleitung angeboten.

Jutta Schlautmann
Susanne Würtz


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