Schlafapnoe-Screening

Was ist eine Schlafapnoe-Screening?

Beim Schlafapnoe-Screening erfolgt eine – in aller Regel nächtliche – Aufzeichnung der Atembewegungen von Brustkorb und Bauch, des Atemflusses an der Nase, des EKG und der Sauerstoffsättigung im Blut, der Körperlage und der Atemgeräusche mit Hilfe eines zigarren¬kistengroßen Aufzeichnungsgerätes. Dazu kann der Patient auf seiner angestammten Station verbleiben, und die Untersuchung ist grundsätzlich auch zu Hause möglich.

Mit Hilfe der Aufzeichnungen kann der Arzt im Schlaf auftretende Störungen der Atmung und deren Auswirkungen, z.B. auf die Sauerstoffsättigung oder den Herzrhythmus, feststellen und Vorschläge zu deren weiterer Diagnostik und Behandlung machen, die jedoch in den meisten Fällen eine Vorstellung in einem Schlaflabor erfordert.

Wann führen wir ein Schlafapnoe-Screening bei bereits aus anderen Gründen stationär behandelten Patienten durch?

  • bei Angabe einer übermäßigen, sonst nicht erklärbaren Tagesmüdigkeit mit erhöhter Einschlafneigung
  • bei Angabe von Schnarchen, ggf. mit vom Ehepartner bemerkten Atemaussetzern oder zufällig von Bettnachbarn oder Pflegepersonal bemerkten Störungen der Atmung im Schlaf
  • bei nächtlichen oder frühmorgendlichen Blutdruckspitzen
  • bei nicht ausreichend erklärbaren Störungen der Zusammensetzung der Blutgase
  • bei fortgeschrittener Herzschwäche, weil diese und die nächtlichen Atemstörungen sich gegenseitig ungünstig beeinflussen können.