Schlaganfall
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, liebe Angehörigen und Besucher,
allen Interessierten möchten wir eine umfassende Information über unsere Abteilung geben.
Telefon Schlaganfalleinheit (Stroke Unit)
06592 / 715-2030
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Welche Patienten werden auf einer Stroke Unit behandelt?
In erster Linie werden Kranke mit akut aufgetretenen Durchblutungsstörungen des Gehirns (Hirninfarkt) möglichst innerhalb der ersten 3 Stunden, spätestens innerhalb von 24 Stunden, auf die Schlaganfall-Spezialstation aufgenommen werden. Auch Kranke, die eine flüchtige zerebrale Durchblutungsstörung mit vorübergehender Symptomatik (z.B. Gefühlsstörungen, Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen oder Schwindelbeschwerden) verspürt haben, sind ideale Kandidaten für die Stroke Unit. Bewußtlose Patienten oder solche mit schweren internistischen Begleiterkrankungen wie Schock, Sepsis oder Störungen der Atmung werden auf der interdisziplinären Intensivstation des Maria Hilf Krankenhauses behandelt. Patienten, deren Schlaganfallereignis bereits mehrere Tage zurückliegt, werden in der Regel nicht auf der Stroke Unit behandelt, sondern auf der internistischen Allgemeinstation.
Diagnostik auf der Stroke Unit
Noch vor Aufnahme auf die Stroke Unit erfolgt eine neurologische und internistische Diagnostik (in enger Kooperation mit dem Neurologen Dr. P. Fuchs). Dazu zählen die klinische Untersuchung, die Blutentnahme zur Akut-Labordiagnostik und die kraniale Computertomographie, in einzelnen Fällen auch die kraniale Kernspintomographie. Diese Untersuchungen sind zwingend erforderlich, um unterscheiden zu können, ob eine Durchblutungsstörung oder eine Blutung in das Hirngewebe zum Bild des Schlaganfalles geführt hat und/oder ob andere internistische oder neurologische Begleiterkrankungen vorliegen. An diesen Befunden orientiert sich die weitere Behandlung. In der Regel wird bereits vor Aufnahme auf die Schlaganfall-Spezialeinheit eine Ultraschalldiagnostik mit farbkodierter Duplexsonographie durchgeführt, um feststellen, ob Einengungen der Halsschlagadern vorliegen. Mit Aufnahme auf die Schlaganfall-Spezialstation erfolgt ein engmaschiges Monitoring vitaler Funktionen: EKG, Blutdruckmessung und Pulsoximetrie zeigen kontinuierlich die wichtigen Parameter für die Behandlung des Patienten an.
Therapie auf der Stroke Unit
Wenn der Schlaganfall dadurch bedingt ist, daß ein Gefäß durch ein Gerinnsel verlegt wurde, so kann es bei frühzeitiger Entdeckung mit medikamentösen Maßnahmen aufgelöst werden (Lyse-Therapie). Dazu stehen am Krankenhaus Maria Hilf alle erforderlichen Medikamente und qualifiziertes Personal zur Verfügung. Bei Schlaganfällen, die bei bestimmten Herzerkrankungen durch verschleppte Gerinnsel aus dem geschädigten Herzen entstanden sind (embolischer Hirninfarkt) ist eine kontinuierliche medikamentöse Blutverdünnung erforderlich, die bereits auf der Stroke Unit eingeleitet und überwacht wird. Verengungen der Halsschlagadern können sowohl gefäßchirurgisch (eigene Gefäßchirurgie am Haus) als auch mittels Stent (Kooperation mit dem Brüderkrankenhaus Trier, Kardiologie Dr. Hauptmann) versorgt werden. Bei sehr ausgedehnten und raumfordernden Hirninfarkten oder Blutungen als Ursache des Schlaganfalles kommen Entlastungsoperationen (Hemikraniektomie) in Kooperation mit der Neurochirurgischen Klinik des Brüderkrankenhauses Trier (Prof. Dr. Bettag) in Betracht.
Zur Wiederherstellung motorischer Funktionen nach Schlaganfall werden frühzeitig bereits auf der Stroke Unit spezifische wiederherstellende Therapien eingeleitet: Dazu zählen Krankengymnastik nach Bobath, Logotherapie und Ergotheraphie. Im Anschluss an diese frührehabilitativen Maßnahmen ist einTeam von Überleitunsschwestern darum bemüht, die nahtlose Verlegung in eine weiterführende Rehabilitationseinrichtung (z.B. Klinik Burg Landshut in Bernkastel) zu organisieren.
Ansprechpartner für den Bereich Stroke Unit
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Prof. Dr. med. Th. Marth |
Dr. med. W. Längsfeld |


