Behandlungsspektrum stationär

In der Abteilung Innere Medizin wird eine moderne apparative Ausstattung und ein breites technisches Spektrum zur Versorgung von Patienten mit Erkrankungen der inneren Organe vorgehalten. Neben der Behandlung von Patienten in den 85 Planbetten auf Stationen sowie Betten auf der Schlaganfalleinheit (Stroke Unit) und der Intensivstation werden auch auf ambulanter Ebene Patienten qualifiziert internistisch versorgt.

Gemäß des regionalen Versorgungsauftrags des Krankenhauses wird hierbei ein das gesamte Spektrum von Erkrankungen der inneren Organe abgedeckt, wie zum Beispiel:

  • Herz- und Kreislauferkrankungen,
  • Erkrankungen des Gefäßsystems,
  • internistische Intensivmedizin,
  • Schlaganfallbehandlung,
  • Lungenerkrankungen und Schlafmedizin,
  • hämatologische/onkologische Erkrankungen,
  • Palliativmedizin,
  • geriatrische Krankheitsbilder,
  • Diabetes und
  • Ernährungsmedizin sowie
  • Gastroenterologie und
  • Endoskopie.

Dabei legen wir in unserem Ärzte- und Pflegeteam ausgesprochenen Wert auf eine umfassende, qualifizierte und persönliche Betreuung unserer Patienten, da besonders in der Inneren Medizin der Anteil der chronisch erkrankten Patienten sehr hoch ist.

 

Herz-Kreislaufsystem

Am Herz-Kreislaufsystem werden neben den Routineuntersuchungen wie EKG, Langzeit-/ Belastungs-EKG und Langzeitblutdruckmessungen auch spezielle und moderne Methoden zur Diagnosefindung durchgeführt, zum Beispiel Ultraschall des Herzens, endoskopischer Herzultraschall (TEE) sowie Ultraschall von Hals- und Beingefäßen. Zusätzlich wird die Sonographie der inneren Organe des Bauchraumes sowie Sonographie der Schilddrüse mit jeweils Möglichkeit der Organpunktionen  sowie die neue Methode der Kontrastmittelsonographie angeboten.

Als zusätzliche Untersuchungs- und  Behandlungsmethoden im Rahmen von Herzrhythmusstörungen oder herzbedingter Bewußtlosigkeit bieten wir die Implantation und Nachsorgebetreuung von Einkammer- und Zweikammerherzschrittmachern, sowie Langzeitaufzeichnungsgeräten sogenannten „Event Recordern“ (Aufzeichnungsgeräte) an. Herzrhythmus-störungen, die eine solche Therapie notwendig machen sind zum Beispiel Bradyarrhytmien, AV – Blockierungen, SA-Blockierungen u.a. Im Rahmen von Bewußtlosigkeiten,  bei denen mit herkömmlichen Untersuchungsmethoden keine hinreichende Ursache gefunden werden kann besteht die Möglichkeit eines Langzeitmonitorings mittels „Event Recorder“.

 

Intensivmedizin

Auf unserer modern ausgestatteten Intensivstation können Patienten mit akuten, schweren Erkrankungen durch intensivmedizinisch erfahrene Ärzte und kompententes Pflegepersonal adäquat behandelt werden. Es besteht die Möglichkeit zur invasiven und nichtinvasiven Beatmung, vorübergehenden Anlage externer Schrittmacher, Anlage zentraler Zugänge und - in Kooperation mit einer nephrologischen Praxis - auch die Möglichkeit einer Akutdialyse, sowie dem weiteren gesamten Spektrum intensivmedizinischer Überwachungs- und Behandlungsmöglichkeiten.

 

Schlaganfalleinheit

Bei der Stroke Unit des Krankenhauses Maria Hilf in Daun handelt es sich um eine Schlaganfall-Spezialstation mit 4 Betten, in denen Patienten mit akutem Schlaganfall nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden. Es besteht eine 24stündige Erreichbarkeit des für die Stroke Unit zuständigen Arztes über das „Schlaganfalltelefon“ (06592 / 715-2030). Die Stroke Unit des Maria Hilf Krankenhauses ist seit Juni 2006 in Betrieb und hat bis Ende des Jahres 2008 ca 500 Patienten versorgt. Sie erfüllt die Kriterien einer regionalen Schlaganfall-Spezialeinheit, an der alle zur Primärversorgung erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren vorgehalten werden.

Welche Patienten auf einer Stroke Unit behandelt werden, die Diagnostik und die Therapiemaßnahmen haben wir Hier auf einer zentralen Seite für Sie zusammengefasst.

 

Lungenerkrankungen

Wir diagnostizieren und behandeln ein breites Spektrum an Lungenerkrankungen, wie z.B. Erkrankungen, die zu einer Verengung der Atemwege führen (Asthma, COPD), infektiöse und nicht-infektiöse akute und chronische entzündliche Lungenerkrankungen (Pneumonie, Sarkoidose, exogen-allergische Alveolitis) oder Störungen der Atemfunktion (Schlafapnoe, Erschöpfung der Atempumpe bei pneumologischer Grunderkrankung). Zur Abklärung von Lungenrundherden und Infiltraten steht die Bronchoskopie (Lungenspiegelung) mit transbronchialer Biopsie, Lymphknotenbiopsie und bronchoalveolärer Lavage (BAL) zur Verfügung. Wir verfügen über einen modernen Lungenfunktionsmessplatz (Bodyplethysmographie) und ein Schlafapnoe-Screening. Auf unserer Intensivstation steht ein neues Beatmungsgerät zur Verfügung, mit dessen Hilfe wir eine Heimbeatmung bei erschöpfter Atempumpe einleiten können.

 

Erkrankungen des Verdauungstraktes und der Leber

Unsere Abteilung bietet sowohl für stationäre als auch für ambulante Patienten eine nach modernen Gesichtspunkten ausgerichtete, gastroenterologische Komplettversorgung. Im Fachgebiet Gastroenterologie werden Patienten mit Erkrankungen des Verdauungstraktes, des Endarmes (Diagnostik z. B. bei Hämorrhoidalleiden), der Leber (unter anderem Leberzirrhose und Hepatitis), der Gallenblase (inklusive Steinleiden) und der Bauchspeicheldrüse betreut. Unter anderem werden hier Krebserkrankungen, Infektionserkrankungen, organspezifische Erkrankungen und funktionelle Störungen behandelt.

Zur Diagnostik stehen uns sämtliche endoskopische Untersuchungsmethoden und Therapieverfahren zur Verfügung (zum Beispiel Magenspiegelung, Dickdarmspiegelung mit der Möglichkeit der modernen „Chromoendoskopie“ (Farbkontrastendoskopie); Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Verödung von Speiseröhrenvarizen, Anlage von Ernährungssonden durch die Bauchdecke

Funktionsuntersuchungen mit H2-Tests zur Diagnose Laktoseintoleranz, Fruktoseintoleranz oder bakterieller Fehlbesiedlung; Langzeitmessung des Säurewertes und Druckmessung in der Speiseröhre (in Kooperation mit Abteilung Chirurgie); Aufdehnung von Engstellen sowie Entfernung von Tumoren und großen Polypen im gesamten Magen-Darm-Trakt mittels Polypektomie oder endoskopischer Mukosaresektion sowie Argon-Beamer Therapie; Möglichkeit zur Durchführung einer Kapselendoskopie (in Kooperation) und Enteroskopie (endoskopische Dünndarmdarstellung); Endosonographie (endoskopischer Ultraschall von innen mit Punktionsmöglichkeit), sowie Minisonden-Endosonogrphie vom oberen Verdauungstrakt, den Gallenwegen und dem unteren Verdauungstrakt (letzteres in Kooperation mit Abteilung Chirurgie); ERCP (endoskopische Kontrastmitteldarstellung gegebenenfalls mit Steinentfernung); PTCD (Ableitung von Gallenfluß nach außen),

Innerhalb der Gastroenterologie kümmern wir uns im besonderem Maße auf ambulanter und stationärer Ebene um Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), um Patienten mit Motilitätsstörungen (unter anderem Speiseröhrenprobleme, Reizmagen, Verdacht auf Reizdarm) sowie Patienten mit Verdacht auf oder diagnostiziertem Morbus Whipple (seltene Infektionskrankheiten mit Durchfall, Gelenkschmerz, Gewichtsverlust). Bei den vorgenannten Erkrankungen sind wir aktiv an Studien mit dem Ziel der Therapieverbesserung beteiligt.

 

Diabetes und Stoffwechsel

In unser Fachgebiet fällt auch die Betreuung von Patienten mit Diabetes mellitus. Wir bieten Diabetikerberatungen und -schulungen nach dem Standard der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG). In diesem Rahmen sowie für andere Erkrankungen, z.B. für Stoffwechselerkrankungen wie erhöhte Blutfette, aber auch für Patienten mit Übergewicht, Verdauungsproblemen oder Bluthochdruck werden auch qualifizierte Ernährungsberatungen (Prophylaxe und Therapie) durchgeführt.

 

Krebserkrankungen

Die Diagnostik von bösartigen Tumoren und Bluterkrankungen wie z.B. akuten oder chronischen Leukämien, Lymphomen, Multiplem Myelom (Plasmozytom), Myelodysplastischen Syndromen, Anämien (Blutarmut), gastrointestinalen Tumoren (Tumoren des Magen-Darm-Traktes, Leber, Gallenblase, Gallenwege, Pankreas), Lungentumoren, gynäkologischen Tumoren, urologischen Tumoren und anderen Krebserkrankungen wird in unserer Abteilung ambulant und stationär durchgeführt.

Auch die medikamentöse Tumortherapie – als Chemotherapie, beziehungsweise als kombinierte Immunchemotherapie – erfolgt bei uns sowohl ambulant als auch stationär für nahezu alle oben genannten Tumoren.
Gerade bei Tumorerkrankungen gilt bei uns das Prinzip der fachübergreifenden Versorgung. So bieten wir unseren Patientinnen und Patienten nicht nur kurze Wege hinsichtlich der Terminvergabe und den nachfolgenden Behandlungsschritten bei den unterschiedlichen Funktionsbereichen (von Labor über Radiologie bis zu Ultraschall), sondern wir entscheiden in einem interdisziplinären Team über das individuell richtige Therapiekonzept. Zusätzlich kooperieren wir mit größeren Tumorzentren und onkologischen Arbeitskreisen (zum Beispiel Trier). Hierdurch sichern wir unseren Patientinnen und Patienten auch bei speziellen Fragestellungen oder seltenen Tumorarten die bestmögliche Therapieempfehlung unter Berücksichtigung der Erfahrungswerte hochrangiger Medizinexperten.

Die speziellen Probleme, die infolge dieser Erkrankungen auftreten, werden im Rahmen von ganzheitlichen Behandlungskonzepten besprochen. Dazu gehören Schmerztherapie, spezielle Ernährungsberatung  und das Thematisieren und Lösen von Problemen im psychsozialen Bereich über engagierte Sozialarbeiter. Eine eventuell notwendige Portimplantation führen wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Chirurgen im Hause durch.

Auch für die Nachsorge stehen wir gerne zur Verfügung. Hierzu gehören beispielsweise laborchemische und / oder bildgebende Kontrollen, um eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Selbstverständlich wird auch die Nachsorge fachübergreifend durchgeführt, das heißt dass die dem jeweiligen Krankheitsbild entsprechenden unterschiedlichen medizinischen Fachdisziplinen eng kooperieren, um die Befunde zu besprechen und das Therapieergebnis zu überprüfen.

 

Palliativmedizin

Seit März 2009 bietet das Krankenhaus Daun eine multidisziplinäre palliativmedizinische Versorgung von unheilbar erkrankten Patienten an. Hierbei sind die obersten Ziele die Verbesserung der Lebensqualität und Linderung der Leiden, wie z. B. Atemnot und Schmerzen. Dies erfolgt nach ganzheitlichem Behandlungsansatz mit einem fachübergreifendem Team. Hierzu gehören neben Ärzten und Pflegekräften auch Seelsorger, Physiotherapeuten und eine psychlogische Betreuung. Im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen stehen dabei stets der schwerkranke Patient und seinen Angehörigen und Freunde.
In vielen Fällen kann hierdurch eine Rückverlegung der Patienten in den häuslichen Bereich erzielt werden. Eine kompetente pflegerische und medizinische Weiterversorgung nach Entlassung aus dem Krankenhaus ist durch die enge Kooperation mit dem Palliativnetzwerk Westeifel und die Koordination mit den Hausärzten gewährleistet. Zudem finden regelmäßige Fortbildungen im Rahmen des Qualitätzirkels Palliativmedizin im Krankenhaus Daun statt. 

 

Vorsorge

In Ergänzung zu den Behandlungen von internistischen Patienten bieten wir auch individuell ausgearbeitete Vorsorgeprogramme (Check up-Programme) nach modernen Gesichtspunkten an. Hierbei werden fachübergreifend an einem Tag die jeweils wichtigen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt, begleitet von Aufnahmeuntersuchung und Abschlussbegutachtung durch den Chefarzt oder einen Oberarzt.