Darmzentrum
Kooperationspartner des Westdeutschen Darm-Centrums
Das Krankenhaus Maria Hilf in Daun ist seit November 2010 Kooperationspartner des westdeutschen Darm-Centrums (WDC). Das WDC ist ein Kompetenznetzwerk zur Optimierung der Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Patienten mit Darmkrebs. Beteiligt sind am WDC Einrichtungen, die Darmkrebsdiagnostik und -therapien durchführen.
Dabei werden die Ergebnisse und Daten der Darmkrebsbehandlungen im ambulanten und stationären Bereich zentral erfasst. Ziel ist eine Verbesserung der Behandlungsabläufe durch einen überregionalen Vergleich der Krankenhäuser (so genanntes Benchmarking). Hierzu bedient sich das WDC eines durchdachten Systems aus Datenerfassungen und Berichterstellungen. Kurz- bis mittelfristig wird dadurch eine weitere Verbesserung der Behandlungsqualität für den Patienten erreicht.
Im Krankenhaus Maria Hilf bilden die Abteilungen der Chirurgie und der Inneren Medizin unter der Leitung von Dr. Kuckartz und von Prof. Dr. Marth das Darmzentrum auf lokaler Ebene ab. Dort fließen Wissen und Erfahrung zahlreicher Fachärzte und Spezialisten zusammen.

Weltweit stellen die Darmkrebse (kolorektalen Karzinome) mit mehr als 600.000 Neuerkrankungen die dritthäufigste Krebsart dar (Quelle: WDC). Jährlich erkranken allein in der Bundesrepublik über 70.000 Menschen an Darmkrebs. Damit ist das kolorektale Karzinom (beschreibt zusammenfassend das Kolon- und das Rektumkarzinom) in Deutschland bei den Männern und bei den Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Es wird geschätzt, dass mit der Durchführung einer Darmspiegelung als Vorsorge mit eventueller Polypentfernung unter optimalen Bedingungen bis zu 80% der Darmkrebse verhindert werden könnten.
Das errechnete Lebenszeitrisiko in der Bundesrepublik, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, beträgt altersabhängig zwischen 4,5 % und 6 %; also trifft es etwa jeden 20. Bundesbürger. Dabei liegen in Abhängigkeit von Alter bei der Diagnosestellung und dem Stadium der Erkrankung die 5 Jahres- Heilungschancen zwischen 50 % und 90 %.
Im Gegensatz zu der Häufigkeit dieser auch bedeutsamen Erkrankung bekommt gegenwärtig in Deutschland nur etwa jeder zweite Patient eine Therapie entsprechend den aktuellen Leitlinien. Damit liegen offenbar Defizite in der Versorgung der Betroffenen vor. Nur durch eine professionelle Qualitätssicherung lassen sich die Mängel in der Patientenbetreuung erkennen und schlussendlich auch beheben. Dazu hat das Westdeutsche Darmzentrum ein System aus umfassender und qualitätsorientierter medizinischer Dokumentation in den Partnereinrichtungen aufgebaut und etabliert.

